Agaporniden-Info

Allgemeines:


Die Agaporniden (Agapornis) sind eine Gattung von kleinen afrikanischen Papageien, die zu den Papageien (Psittacidae) und dort zur Unterfamilie der Edelpapageien (Psittaculinae) gehören.

Ihr Name rührt von ihrer sehr starken Paarbindung her, die normalerweise ein Leben lang andauert.

Ihr extremes Paarverhalten (Kuscheln, Pflegen usw.) hat ihnen auch den Namen „Liebesvögel“ eingebracht.

Die Vögel sind zwischen 13 und 18 cm lang und etwa 50 g schwer. Das Gefieder ist überwiegend grün oder gelbgrün. Bei allen Arten außer dem Grünköpfchen (A. swindernianus) sind der Kopf und oft auch die Brust auffällig farbig. Diese Färbung gibt den meisten Arten den Namen. Das Grünköpfchen weist dafür einen schwarzen Nackenring auf. Bei einigen Arten sind Oberschwanzdecken und Bürzel blau. Einige der Arten (Ruß-, Erdbeer-, Pfirsich- und Schwarzköpfchen) haben einen auffälligen weißen Augenring. Bei diesen Arten gibt es kaum geschlechtsspezifische Unterschiede (wie auch beim Rosen- und Grünköpfchen), bei den anderen Arten ist die optische Geschlechtsbestimmung möglich.

Agapornidenarten:


man unterscheidet die Arten:


    Grauköpfchen (A. canus); Orangeköpfchen (A. pullarius), Tarantapapagei oder Bergpapagei (A. taranta).

    Grünköpfchen (A. swindernianus), Rosenköpfchen (A. roseicollis), Pfirsichköpfchen (A. fischeri),

    Schwarzköpfchen (A. personatus), Erdbeerköpfchen (A. lilianae), Rußköpfchen (A. nigrigenis)


Haltung:

Alle Agaporniden brauchen Gemeinschaft/Partnerschaft. Daher sind mindestens zwei Tiere zusammen zu halten. Wenn man den Vögeln täglich Freiflug gewährt, ist ein Käfig von 100x50x50 cm ausreichend. Wählen Sie die Sitzstangen in unterschiedlichen Stärken, angepasst an die Füße der Vögel. Zur Abwechslung sollten Sie ihnen frische Zweige der verschiedenen Obstgehölze oder Weiden anbieten. Sie dienen nicht  nur als weitere Sitzmöglichkeiten, sondern werden auch gerne benagt. Als Bodenbelag des Käfigs können Sie zwischen Natur-Einstreu  (Hanfstroh, Buchenholzgranulat, Rindenmulch etc.) und  Vogelsand wählen. Auf jeden Fall gehört aber noch ein Kalkstein dazu. Daran wetzt der Vogel seinen Schnabel, um ihn als Werkzeug zum Körnerfressen brauchbar zu erhalten.


Verwenden Sie Natur-Einstreu müssen Sie zusätzlich Gritt anbieten der Vogel benötigt die kleinen Steinchen zur Verdauung im Muskelmagen.


Sollen die Vögel mit anderen Agaporniden vergesellschaftet werden, ist es ratsam in die Voliere frische Zweige zu hängen und die Voliere umzugestalten bevor Sie die Neuankömmlinge einsetzen. Die Vögel werden dann zuerst ihrem Nagetrieb nachgehen und bemerken dann ganz nebenbei die neuen Partner (weniger Verletzungen). Sie sollten vor einem Überbesatz der Voliere absehen, Agaporniden können recht streitsüchtig sein.


Die Agaporniden gehören zu denjenigen Vogelarten, die sich überwiegend durch Körner ernähren. Deshalb besteht die Hauptnahrung auch aus einem speziellen Körnergemisch, das u.a. Spitzsaat, verschiedene Hirsesorten und Hafer enthält (Großsittichfutter). Füttern Sie reichhaltig, erziehen Sie ihre Vögel aber dazu, dass alle Saaten verzehrt werden.  Frisches Obst und Gemüse, von dem Sie wissen, dass es nicht mit Pestiziden behandelt ist, eventuell aus Ihrem eigenen Garten kommt, sorgt für eine abwechslungsreiche und damit verbesserte Ernährung, gerne können auch Strauchbeeren wie Hagebutte oder Feuerdorn gereicht werden.

Jeder Vogel ist individuell d. h. nicht jeder frisst Salat oder Möhren. Finden Sie es heraus was Ihre Vögel gerne an Obst, Gemüse, Kräuter, Wildkräuter, etc. aufnehmen.

Kolbenhirse (ich bevorzuge die gelbe) werden gerne genommen und können ein Lockfutter sein um die Vögel nach dem Freiflug wieder in ihren Käfig zu locken.